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Das Heidelberger Neckarufer – ungestörte Romantik

Heidelberg ist der Inbegriff deutscher Romantik, doch das romantische Gefühl kommt oft nicht so richtig auf, denn meist muß man sich mit unzähligen Touristen Anblicke und Eindrücke teilen. Natürlich sollten Sie das Schloß, die Altstadt mit Kornmarkt und Marktplatz besuchen, aber um ungestört genießen zu können, bietet sich ein Spaziergang entlang des Neckars an.

Entweder direkt am Ufer oder etwas weiter oben am Heiligenberg laden Pfade dazu ein, Heidelbergs Romantik aus der Ferne und trotzdem nah, und vor allem ungestört zu bewundern. An den Routen warten lauschige Gassen, malerische Kaffeeoasen, das Plätschern des Wassers, das Rauschen der Bäume und immer wieder traumhafte Ausblicke auf Altstadt und Schloß.

Los geht es an der Ernst-Walz-Brücke, wo Sie vielleicht schon ihren ersten Kaffee mit Neckarblick genießen können und zwar direkt am Ufer. Dort bietet ein kleiner Foodtruck vorzügliche Kaffeevarianten an. Und auch das Heidelberger Schloss ist schon im Hinergrund zu sehen.

Entlang der Neckarwiese tummeln sich je nach Wetter Enten oder Sonnenhungrige, und im Hintergrund reihen sich an der Straße die hundertjährigen Villen Neuenheims. Es lohnt sich, einen kleinen Abstecher hinein auf den Neuenheimer Markplatz zu machen. Dort erwartet Sie im Schatten von Bäumen und der Johanneskirche nicht nur das Cafe Bairro mit süßen und herzhaften Frühstücken, sondern auch am richtigen Tag (Samstag) der Bauernmarkt.

Nach der Theodor-Heuss-Brücke geht es den Philosophenweg hinauf, und es wird subtropisch. Die Altstadt mit Marstallhof, Schloß und Heiliggeistkirche zeigt sich in immer wechselnden Kombinationen und jeder Anblick ist schöner als der vorherige.

Anstatt den Schlangenpfad zur Alten Brücke hinunterzusteigen, geht es jetzt weiter durch den Wald. Auf diesem Wegabschnitt ist man fast allein. Die Altstadt rückt ein wenig in die Ferne, aber so kann man die Stadt in ihrer ganzen Pracht aufnehmen. Und auch die gewaltige Ruine des Schloßes wirkt mächtiger als zuvor.

Die Bäume werden höher, der Pfad schlängelt sich um kleine Bergeinschnitte herum und unten im Tal blinkt immer wieder, mal gerade und mal gewunden, der Neckar auf.

Der Wald öffnet sich und geht in Streuobstwiesen über, inmitten derer das Benediktinerkloster Stift Neuenburg liegt. Dort ist die Wanderung zu Ende. Das Kloster läd nicht nur zum Ausruhen, sondern auch zum Genuß ein. Die weitläufige Anlage besitzt neben Konventsgebäuden, Gartenanlagen und Kirche auch eine Bierbrauerei und den “Gasthof zum Klostergarten”. Dort zum Beispiel können Sie bei deutscher Hausmannskost und nebenan gebrautem Bier die Wanderung ausklingen lassen.

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